Tuesday, November 20, 2012

Vom Meer zum Hochgebirge - Blick auf Deutschland - Seite 1

Nicht nur in der weiten Welt, auch in Deutschland sollte man sich orientieren konnen. 
Konnte man Deutschland aus der Vogelperspektive betrachten, sahe man von Norden nach Suden reich gegliedert und vielgestaltig folgende Abfolge von vier Grosslandschaften: Ganz im Norden entdeckt man die Nord und Ostseekuste mit den vorgelagerten Inseln, den Ostfriesischen Inseln, den Nordfriesischen Inseln, Helgoland, Fehmarn, Rugen, Usedom und Wollin.

An die Kuste schliesst das Norddeutsche Tiefland an. Dieses wurde zu Zeiten gepragt, in denen ein ganz anderes, viel kalteres Klime herrschte als heute. Die Eiszeit hat ihre Spuren in der Landschaft hinterlassen, aber auch Vorgange aus der jungsten Zeit der Erdgeschichte sind zu entdecken. Im Westen bis in den Kolner Raum und im Osten bis zur Leipziger Bucht erstreckt sich das Norddeutsche Tiefland bis an den Rand der Mittelgebirge. Die Oberflachenformen sind kaum bewegt und und werden nur von einzelnen Hochenrucken unterbrochen, die jedoch auch nicht hoher als 200 Meter sind. An der Nordseekuste zieht sich ein fruchtbarer Marschlandstreifen entlag, der in der jungsten Erdgeschichte entstanden ist. Weite Tieflandbuchten bilden den Ubergang zur meist waldreichen Mittelgebirgsregion. Vom Schwarzwald im Sudwesten bis zum Harz und Thuringer Wald im Nordenn und dem Bayerichen Wald und dem Erzgebirge im Osten ist das Aussehen dieser Landschaften durch uberwiegend weiche, abgerundete Formen gepragt, die erdgeschichtlich schon sehr alt sind. Deshalb sind die ehemals schroffen Fromen im Laufe von Millionen Jahren abgetragen und abgerundet worden. Uber 1500 Meter Hohe geht es nicht hinaus. 

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