Sunday, November 18, 2012

Der Griff nach den Sternen

Die Sonne ist fur uns eine feste Grosse - es gibt aber auch Sterne, die regelmassig ihre Grosse andern. Zu diesen sogenannten Pulsationsveranderlichen gehort der Stern DY Peg. Markus Ganzmann, Jochen Koch und Florian Ruhle beobachteten diesen Stern mehrere Nachte lang und bestimmten seine Periode, die Anderung seiner Grosse sowie seine Farbe und Temperatur. 

Sie massen seine Helligkeitsschwankungen und konnten daraus auch die Entfernung "ihres" Sterns berechnen, wobei sie auch die Auswirkungen der Erdatmosphare dieses und der benachbarten Sterne berucksichtigten. Mit Sternen, die keine mehr sind, beschaftigte sich Christine Muschnig aus Germering in Bayern: Sie spurte dem "Ubergang zwischen Neutronenstern und Schwarzem Loch" nach. Sterne sind namlich im Grunde sehr anfallige Gebilde, in deren Inneren ein standiger Kampf tobt zwischen dem Druck der Materie und der Gravitation, die den Stern zusammenziehen will. Hat der Stern eine gewisse Masse erreicht, kann die Materie der Gewalt der Schwerkraft nicht mehr standhalten und fallt zu einem Schwarzen Loch zusammen. Die Schulerin untersuchte nun Neutronensterne - sehr massenreiche Sterne am Ende ihrer Lebensdauer -, um herauszufinden, wo die kritische Grenze liegt, jenseits derer ein Stern instabil wird. Sie fand heraus, dass die maximale Grosse fur Neutronensterne bei einem Gewicht von etwa zwei Sonnenmassen und einem Durchmesser von 20km liegt. Zum Vergliech und zur Beruhigung: Unsere Sonne hat einen Durchmesser von 1'392'700km, das entspricht dem 109 fachen Erddurchmesser. Ein wichtiger Faktor fur das Entstehen Schwarzer Locher ist jedoch das Verhalten von Materie unter Extrembedigungen - ein Ratsel, das auch Fachwissenschaftler noch nicht gelost haben.

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